Biografie


Pia Davila ist eine sehr vielseitige Sängerin und Künstlerin. Neben dem immer hoch geschätzten Konzertrepertoire der Klassik setzt sie sich gerne für neue Musiktheaterformen, Uraufführungen, neue Musik und neue Ideen ein.

Pia Davila konnte sich in wenigen Jahren für wichtige Produktionen profilieren. Erste Opernengagements führten sie zunächst an die Städtischen Bühnen Osnabrück mit Mozart und der Uraufführung "Somnio ergo sum". Es folgten Engagements am Theater Bremen mit der Uraufführung "Die kleine Meerjungfrau", sowie Wagners Blumenmädchen und Mozarts Barbarina. An der Staatsoper Hamburg konnte sie in einigen modernen Produktionen mitwirken, ein Highlight war die Produktion "Ring and Wrestling" im Herbst 2018 und Purcells "Fairy Queen". Im Sommer 2019 konnte sie zwei Hauptrollen mit der National Oper Amsterdam für "Aus Licht" von Karlheinz Stockhausen unter der Regie von Pierre Audi singen. Diese Produktion wurde weltweit sehr gut besprochen. Im Januar 2020 zeigt sie nun wiederum eine Uraufführung des Werkes "Ein Geschäft mit Träumen" der Komponistin Alexandra Filonenko an der Deutschen Oper Berlin. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit für die Stadtteiloper Bremen. Pia Davila ist Preisträgerin des internationalen Festivals junger Opernsänger auf Schloß Rheinsberg. 2019 sang sie mit der LauttenCompagney "Orfeo".

Aufgrund ihrer regen Konzerttätigkeit in Oratorien kann Pia Davila Konzerte in Deutschland, Österreich, Kroatien, Slowenien, Schweden und Italien vorweisen. Im Juni 2017 erhielt sich einen dritten Preis beim internationalen Bach-Wettbewerb "cantate Bach!" in Greifswald. Außerdem wurde sie beim PodiumJungerGesangssolisten 2017 in Magdeburg ausgezeichnet. Im Jahr 2018 erhielt sie beim Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb den ersten Preis sowie den Sonderpreis der Kulturfeste. Sie kann sich über eine rege Zusammenarbeit mit der LauttenCompagney Berlin, dem Schirokkoensemble, der Capella Vitalis u.a. freuen. Im Juni 2019 wurde sie mit ihrem Quartett für Saxophon, Sopran und BC für ein Konzert bei den Händelfestspielen in Halle eingeladen. Unter anderem war sie in der Philharmonie, dem Konzerthaus und dem Dom Berlins zu hören, in der Laeiszhalle und der Elbphilharmonie. In allen Hauptkirchen des Norddeutschen Raums ist sie ein gern gesehener Gast.

In ihrer Arbeit liegt ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Lied. Sowohl im norddeutschen Raum sowie in Österreich ist sie in Recitalen oft zu hören. Ein dritter Preis beim neunten internationalen Liedduowettbewerb "Schubert und die Moderne" im Jahr 2015, ein zweiter Preis beim zweiten "Gustav-Mahler-Liedwettbewerb" 2016 und ein erster Preis beim "Internationalen Wettbewerb für Verfemte Musik" in Schwerin 2016 honorierten ihre Leistung. Im Oktober sang sie im Arnold-Schönberg-Center in Wien mit ihrer langjährigen Klavierduopartnerin Linda Leine. Auch im Oktober 2019 gab sie ihr Debut im Kleinen Saal der Elbphilharmonie mit einem Kammermusikprogramm der Pianistin Ragna Schirmer. Im Herbst 2020 wird sie gemeinsam mit dem Liedbegleiter Eric Schneider eine CD veröffentlichen. Bei dem Festival des Heidelberger Frühling übernahm sie im "Divan of Song", konzipiert und am Klavier musiziert von Burkhard Kehring, den arabischen Teil.

Ihre Arbeit im Bereich der neuen Musik führt sie stetig mit neuen MusikerInnen auf neuen Bühnen zusammen. 2020 wird sie beim Warschauer Herbst mit "Paraíso cerrado II" von José M. Sánchez Verdú unter der Leitung von Rüdiger Bohn zu hören sein. Im Jahr 2019 sang sie mit dem Nieuw Ensemble Amsterdam und dem Werk "Thiry Situations" von Joel Bons Konzerte im Muziekgebouw Amsterdam, in der Verkadefabriek Hertogenbosch sowie beim Sound of Music Festival in Groningen. 2020 singt sie zwei Konzerte beim blurred edges festival in Hamburg mit Werken von Cage, Ives und Uraufführungen. 2020 wird sie beim Warschauer Herbst unter der Leitung von Rüdiger Bohn "Paraíso cerrado II " von José M. Sánchez Verdú interpretieren.

 

Sie sang außerdem im Resonanzraum Hamburg die Uraufführung der Oper "ChatRoom" der Komponistin Dong Zhou, "Starlings" von dem Komponisten für Elektronische Musik Pedro Gonzalez, die Oper "Der Riss", einer Uraufführung von Jelena Dabic, die Uraufführung der Oper "Piano Tuner" von Yixuan Hu und "Obersalzberg" von Rudolf Kelber. Pia Davila wurden bereits 15 Werke gewidmet. Sie arbeitet regelmäßig eng mit KomponistInnen zusammen. Für ihre neue CD hat sie die Preisträgerin Aigerim Seilova begeistern können, ihr drei Werke auf Texte der Autorin Katharina Schultens zu schreiben.

Die in Berlin geborene Sopranistin Pia Davila studierte als Jungstudentin am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin klassische Gitarre, bis sie sich nach dem Abitur zu einem Gesangsstudium entschloss. In Hamburg studierte sie daraufhin bei Prof. Jörn Dopfer, wo sie im März 2018 ihr Konzertexamen mit Auszeichung abschloss. Sie vervollständigte ihre Ausbildung in Hamburg bei Prof. Burkhard Kehring. Außerdem besuchte sie Meisterkurse bei u.a. Christiane Oelze, Ulla Groenewold, Prof. Eric Schneider, Margreet Honig, Deborah York, Brigitte Fassbaender, Thomas Hampson (Heidelberger Frühling), Christine Wolff, Norman Shetler und Peter Gülke (Heidelberger Frühling). Von 2015 bis 2020 lernte sie von Christiane Oelze.

Pia Davila ist seit dem Juli 2017 Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung. Vorher wurde sie von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung unterstützt. Außerdem war sie im April 2016 Stipendiatin der Liedakademie des Heidelberger Frühlings unter der Leitung von Thomas Hampson. Zusätzlich ist sie Stipendiatin der Gotthard-Schierse-Stiftung und der Internationalen Opernakademie Schloss Rheinsberg. Seit 2015 ist sie Mitglied des Vereins LiveMusicNow. Im April 2017 erhielt sie das Projektstipendium der Hochschule für Musik und Theater Hamburg für ein Projekt, welches die künstlerische Zusammenarbeit mit Geflüchteten und Kompositionsstudierenden der Hochschule beinhaltet. Im Rahmen ihrer Arbeit für Geflüchtete wurde sie 2019 zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue eingeladen.